Frühkindliche Bildung und Betreuung

02.04.2019 | SPD

Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, Matthias Irmscher, konnte zu diesem wichtigen Thema Yvette Melchien begrüßen. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ist die Stadt Karlsruhe bei der Kindergartenbetreuung Spitzenreiter in Deutschland.

 

„Das kommt nicht von Ungefähr“, so die SPD-Stadträtin, denn die Studie zeige auch, dass Karlsruhe eine bundesweite Spitzenposition in der Personalausstattung einnimmt: „Das ist ein elementares Qualitätsmerkmal“. Diese Qualität müsse unbedingt beibehalten werden. Weil Karlsruhe die Qualität seiner Kindertagesstätten viel wert ist, wurde kürzlich die Zahl der Plätze der praxisorientierten Ausbildung für den Erzieherberuf (PiA) auf 150 aufgestockt. Diese 150 Stellen der Auszubildenden werden nicht dem Personalschlüssel der KITAS zugerechnet, sondern sind von der Stadt finanziert. „Etwa 80 – 85 Prozent aller KITAS werden von der Stadt finanziert, doch durch die KITA-Gebühren bleiben junge Familien enorm finanziell belastet, denn bis zu 349 Euro kostet es in Karlsruhe, sein Kind in einer städtischen Kindertageseinrichtung unterzubringen“, so Yvette Melchien. Die SPD sieht sich also veranlasst, die Debatte und Entscheidungen zur Gebührenfreiheit weiter voranzutreiben, denn frühkindliche Bildung stellt seit jeher einen Schwerpunkt sozialdemokratischer Politik dar.

 

Der Karlsruher Gemeinderat entschied bereits im vergangenen November, dass die Stadt ein Konzept für gebührenfreie Kitas erarbeitet. Dafür wurden jeweils fünf Millionen Euro für Kinderbetreuung im Doppelhaushalt 2019/2020 eingestellt. „Ein erster Schritt, wir freuen uns vorangekommen zu sein!“ freut sich Melchien. Keine Steuerreform könne Eltern so entlasten, wie die Beitragsfreiheit der KITAs. „Wir nehmen die Vorlage aus dem Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD auf, um im Schulterschluss mit den anderen Karlsruher Fraktionen die Gebührenfreiheit bei der Kinderbetreuung nach und nach anzugehen.“ KITAs und Kindergärten sind keine reinen Betreuungseinrichtungen, sondern Bildungseinrichtungen, sie sind der Start in die Bildungskarriere! Als das werden sie zum Beispiel im benachbarten Elsass angesehen und daher für Kinder ab drei Jahren als „Ecole“ kostenfrei geführt. Bildung und Schule sind Ländersache, daher müsse das Land hier in die Pflicht genommen werden und Qualität und Gebührenfreiheit dürfen dabei nicht gegeneinander ausgespielt werden.

 

Yvette Melchien ist Sprecherin für Soziales, Jugend und Familie. Die Studienrätin ist verheiratet und engagiert sich in ihrem Heimatstadtteil Mühlburg ehrenamtlich in der katholischen Kirchengemeinde und im Bürgerverein. Sie ist Schirmherrin der Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatungsstelle Karlsruhe. Dem Karlsruher Gemeinderat gehört Yvette Melchien seit dem Jahr 2009 an. Sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Nach Spitzenkandidat Parsa Marvi folgt Yvette Melchien auf Platz 2 in der Liste der SPD zur Wahl des Gemeinderates.

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