24.02.2016

Ellen Sick

Pflichterfüllung und soziales Engagement

 

In Grötzingen kannte man sie von unzähligen Veranstaltungen, Ehrenämtern bei Vereinen und als unermüdliche Kämpferin für die Belange der Grötzinger Schule und der Jugend. Trotz schwerer Krankheit setzte sie sich bis kurz vor ihrem Tod mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft im Ortschaftsrat für ihre Themen ein. Noch im Dezember geißelte sie den stiefmütterlichen Umgang der Stadt mit dem Kindergarten am Kegelsgrund: „Ein Skandal und Bankrotterklärung für das Wohngebiet Im Speitel!“

 

Aus ihrem Engagement für die beiden Söhne Torsten und Steffen erwuchs während deren Schulzeit der beharrliche Einsatz Ellens für die Belange aller Schülerinnen und Schüler der Schule in Grötzingen. Siebzehn Jahre lang, bis 2010, war sie 1. Vorsitzende des Förderkreises der Grund- und Hauptschule. Die ehemalige Konrektorin Siegrid Köster erinnert sich: „Ellen sagte nicht: man könnte, man sollte, man müsste - sie machte einfach alles was zu tun war!“

 

Von der Schule zur SPD und in den Ortschaftsrat: 1999 schaffte Ellen Sick zum ersten Mal für die SPD den Sprung in den Ortschaftsrat. Bei der Wahl 2004 erzielte sie das drittbeste Ergebnis aller Ortschaftsräte und 2009 das zweitbeste, nur noch übertroffen von Kurt Fischer. Auch 2014 platzierte sie sich ganz oben auf der Liste der Gewählten. Immer gewissenhaft, stets ausgleichend und auf die Einhaltung aller Vorgaben und Termine achtend, war Ellen ein Vorbild an Pflichterfüllung und sozialem Engagement, ohne sich je in den Vordergrund zu drängen. Auf Kinder und Jugendliche, Bildung und Ausbildung legte sie ihre Schwerpunkte und konnte dabei dankbar mit der Unterstützung durch ihren Ehemann und „Manager“ Gunter rechnen.

 

Noch während der aktiven Phase der Altersteilzeit warf eine schwere Erkrankung dunkle Schatten auf Ellens Energie und fleißigen Einsatz. Zwei heiß geliebte Enkeltöchter waren ihr Trost und Ein und Alles. Mindestens einmal in der Woche war sie mit Felicia und Ylenia zusammen unterwegs, auf Spielplätzen oder im Zoo. Die Krankheit schien überwunden. Bis die bösen Botschaften Ellen Sick vor einem Jahr wieder einholten.


Ellens unverwechselbares Lachen und ihr Optimismus werden uns sehr fehlen. Die SPD Grötzingen ist Ellen Sick zu höchstem Dank verpflichtet.


SPD/StS

12.02.2016:

Transparenz, Bürgerbeteiligung und Flüchtlingshilfe

In ihrer Mitgliederversammlung am 12. Februar 2016 befasste sich die SPD Grötzingen mit den Themen Bürgerbeteiligung, Transparenz und der Situation der Flüchtlinge in Grötzingen.

 

TRANSPARENZ UND BÜRGERBETEILIGUNG

 

Einstimmig beschlossen die Mitglieder, dass vor politischen Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung die Bürgerinnen und Bürger angehört und von Anbeginn in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Selbstverständlich haben die politischen Gremien wie Ortschaftsrat und Gemeinderat die Entscheidungshoheit. Für die SPD ist es aber ebenso selbstverständlich, dass ihre Mandatsträger die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung bei ihrer Arbeit berücksichtigen.

 

So auch der Fraktionsvorsitzende Egon Siegrist. Er wies darauf hin, dass es gemeinsam mit Ortsvorsteherin Karen Eßrich und mit Unterstützung der Grünen Liste Grötzingen gelungen sei, einen neuen Politikstil zu etablieren. Dass dies in der Bevölkerung ankomme, zeigen auch die vielen Fragen, die von den Bürgern zu Beginn der Ortschaftsratssitzungen gestellt werden. Zur Transparenz gehöre auch, dass, soweit dies rechtlich möglich ist, Entscheidungen in öffentlicher Sitzung getroffen werden.

 

AKTUELLE SITUATION DER FLÜCHTLINGE IN GRÖTZINGEN

 

Beate Ebendt, zusammen mit Borghild Wicke-Schuldt Sprecherin des Flüchtlingshelferkreises Grötzingen, gab dann einen ausführlichen Überblick über dessen Aktivitäten in der LEA Außenstelle Greschbachstraße. Sie berichtete, dass derzeit zwischen 60 und 70 ehrenamtliche Helfer aus Grötzingen und einigen anderen Stadtteilen in der Flüchtlingshilfe tätig sind. Derzeit sind 130 von 160 Plätzen in dieser Einrichtung belegt. Die Flüchtlinge kommen zum größten Teil aus Serbien, dem Kosovo, Montenegro, Albanien, aber auch aus Gambia, Syrien, Irak und Afghanistan. Bei den Asyl Suchenden aus den Balkanländern handelt es sich meist um Familien mit Kindern. Auch wenn viele der Flüchtlinge nicht anerkannt werden und in ihre Heimat zurückkehren müssen, möchte der Helferkreis gewährleisten, dass sie während ihres Aufenthalts hier menschlich und anständig behandelt werden.


Ein großes Lob hatte Beate Ebendt für die Spendenbereitschaft der Grötzinger Bevölkerung, durch die es möglich ist Kleidung, Hygieneartikel, Einrichtungsgegen-stände Spielzeug und Unterrichtsmaterial usw. zu beschaffen und vor allen die Sachkosten für die Aktivitäten zu finanzieren. Das Schlimmste für die Flüchtlinge sei es, wenn sie den ganzen Tag untätig bleiben müssen. Dies führe bei vielen zu depressiven Stimmungen. Besonders die Kinder leiden unter der Situation. Dem wolle man mit dem Programmangebot entgegenwirken. So organisiert der Helferkreis zum Beispiel Deutschunterricht, Kinderspielnachmittage und Feste, Sport- und Kreativkurse und Ausflüge in den Zoo, Kunsthalle ZKM, Museen usw.
Außer wenigen internen Streitigkeiten habe es bisher keine kriminellen Zwischenfälle gegeben. Dies werde auch von der Polizei und den anderen Behörden anerkannt und gelobt.


Dass Flüchtlinge trotz guter Deutschkenntnisse und mit qualifizierter Schul- und Berufsausbildung an rechtlichen Hürden scheitern, sei nicht zu verstehen, so Beate Ebendt. Hier bestehe Handlungsbedarf.


Der Vorsitzende der SPD Grötzingen, Kurt Fischer, sprach dem Flüchtlingshelferkreis Dank und höchste Anerkennung aus. In einer Arbeitsgruppe wird die SPD Grötzingen Eckpunkte erarbeiten, wie die Integration von Flüchtlingen politisch und rechtlich besser umgesetzt werden kann.

29.01.2016:

Neujahrsempfang 2016 - mit positiver Sicht ins neue Jahr

Am Freitag, den 29. Januar 2016 traf sich die Grötzinger SPD zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang. Es wurde ein Abend mit anregenden Diskussionen in heiterem Ambiente. Obwohl: „Wir sind betrübt, dass wegen Krankheit einige Mitglieder nicht mit uns feiern können“, bedauerte Kurt Fischer.

 

Der Vorsitzende des Ortsvereins freute sich aber über die Anwesenheit des Landtagsabgeordneten Johannes Stober, welcher sich für die stete Unterstützung durch die Grötzinger SPD bedankte, der Stadträtin Sibel Uysal und Stadtrat David Hermanns sowie von Ortschaftsräten mit dem Fraktionsvorsitzenden Egon Siegrist an der Spitze.

 

In einem kurzen Grußwort umriss Johannes Stober die erfolgreiche Arbeit der SPD in der Landesregierung und brachte die Hauptanliegen der Sozialdemokratie in Deutschland auf einen Nenner: „Wir müssen immer in den Vordergrund stellen, dass wir die Partei der sozialen Gerechtigkeit sind!“


Dieter Nuhr hat genug von Weltuntergangs-Szenarien. "Das ging in den 70ern los mit dem Waldsterben. Und jetzt: Schweinegrippe, Rinderwahnsinn, ganz England ist ausgestorben, unser Borkenkäfer, der mittlerweile wieder nach Hause gegangen ist und so weiter!“ In ihrer traditionellen Lesung einer Neujahrsgeschichte zitierte Angela Gutjahr-Zipfel den bekannten Kabarettisten und die Genossen lauschten mit Genuss, denn Nuhr nimmt die permanente Missstimmung auf die Schippe. Wer Positives sage, müsse mit negativen Reaktionen rechnen. "Wenn Sie sich heute auf den Marktplatz stellen und rufen: 'Die Welt ist schön!', dann kommen Sie sofort in die Landesklinik! Wir haben die positive Weltsicht den Geisteskranken und Volksmusikanten überlassen!"


Zu der aufgeräumten Versammlung mit kulinarischen Köstlichkeiten und viel Dialog und Ideenaustausch gesellten sich noch Parsa Marvi, Vorsitzender der Karlsruher SPD und Meri Uhlig, Landtagskandidatin aus Grötzingen. Und das Neue Hoftheater schaute auch kurz vorbei.

 

23.01.2015:

Neujahrsempfang 2015

Gute Stimmung beim Neujahrsempfang der SPD Grötzingen

Aufbruchstimmung kennzeichnete den diesjährigen Neujahrsempfang der Grötzinger SPD. Hierzu trugen auch gleich vier neue Mitglieder bei, die den Weg in die Reihen der Sozialdemokraten gefunden hatten. „Es ist wichtig, dass ihr bei uns seid, bei den nächsten Ortschaftsratswahlen brauchen wir euch als junge Kandidatinnen und Kandidaten“ sagte der Vorsitzende Kurt Fischer im bis auf den letzten Platz belegten Niddasaal.


Er würdigte besonders die Arbeit des Helferkreises für die Flüchtlinge. In seinen Schilderungen wurde nochmals die große Not dieser Menschen deutlich, als im letzten Sommer plötzlich am Bahnhof eine weitere Notunterkunft aufgemacht wurde. Besonders dankte er Bürgermeister Martin Lenz für seine Unterstützung in dieser Situation.

 

Unter den Gästen begrüßte Kurt Fischer Karen Eßrich und konnte stolz berichten, dass die Ortsvorsteherin im Malerdorf seit vergangener Woche auch Bürgerin von Grötzingen ist.  Zu ihr gesellten sich am Abend in der Begegnungsstätte Bürgermeister Martin Lenz, Landtagsabgeordneter Johannes Stober, die Gemeinderäte Hans Pfalzgraf und Sibel Uysal und deren Fraktionskollegen im Grötzinger Ortschaftsrat Egon Siegrist, Ellen Sick und Regina Stutter.  Ein besonderer Gruß galt Helmut Müller, dem ehemaligen Berghausener Ortsvorsteher mit Grötzinger Wurzeln.

v.l.: Frank Kölmel, Karen Eßrich, Hans Pfalzgraf, Sibel Uysal, Johannes Stober, Martin Lenz, Kurt Fischer

In Worten und mit Bildern blickte der Vorsitzende Kurt Fischer auf die Höhen und Tiefen in 2014 zurück: Erst der Aufbruch in ein spannendes Wahljahr, dann heftige Turbulenzen und schließlich ein Wandel, den die Grötzinger SPD als Ansporn sieht und dem sie sich energisch mit aller Kraft  stellen will.  „Wir versichern, Ortsvorsteherin Karen Eßrich hat unsere volle Unterstützung und wir heißen sie heute nochmals bei uns willkommen!“


In einer kleinen Ansprache skizzierte die Ortsvorsteherin Karen Eßrich die Schwerpunkt für die nächsten Monate: „Zum 300. Stadtgeburtstag wollen wir Karlsruhe ein großes Geschenk in Form einer  Mitmachaktion aller Bürger präsentieren!“ Wichtig ist ihr außerdem, dass die 40 Vereine Grötzingens sich in einer Dachorganisation zusammentun, um ihre Ziele und Vereinsleben besser zu koordinieren und vernetzen. „Demnächst steht ein weiteres, seit zig Jahren in Grötzingen gehandeltes Thema erneut oder sogar endgültig an: Der Badebetrieb am Baggersee!“  Das brennende Thema Inklusion wurde bei einem zweiten Gespräch am „Runden Tisch“  fortgeführt und wird nun eines der Themen im Ortschaftsrat des kommenden Monats sein. Besonders freute sie sich auf das nächste Kunstereignis  im Malerdorf: die Eröffnung der Ausstellung der Malerdorfmaler im März.


Nicht fehlen durfte die Lesung einer Geschichte durch Angela Gutjahr-Zipfel bevor der Abend gemütlich bei guten Gesprächen ausklang.